Alleine bleiben und Stubenreinheit problemlos erlernen!

Alleine bleiben und Stubenreinheit problemlos erlernen!

Die beiden Welpen Gara und Isolda kommen ursprünglich aus einem spanischen Tierheim und hatten bis zu ihrer Ankunft in Deutschland das Hundeeinmaleins noch nicht gelernt. Um zu vermeiden, dass sie in ihrem welpentypischen Übermut Dinge im Haus kaputt beißen und in die Wohnung machen, habe ich mit den beiden das Benchtraining begonnen.

Die Pflegehunden Gara und Isolda verbringen die Nacht in einer großen Gitterbox, einer sogenannten Bench.

Bench

So sollte die ideale Bench aussehen: geräumig, hell, weich ausgepolstert, ohne Zugluft und mit einer Tränke versehen. An den Verbleib in der Bench sind beide Hunde schnell gewöhnt. Jedoch ist dafür ein gewisses Aufbautraining, das Benchtraining, notwendig und es sollte nie von den Hunden als Wegsperren empfunden werden!

Nachts haben  die Hunde  in der Bench (Box) ihren festen Schlafplatz, sie können nicht unbeobachtet rumlaufen und Unfug machen. Auch tagsüber, wenn man kurz aus dem Haus muss und keine Gelegenheit hat seinen neugierigen Welpen zu beobachten, sollten die Hunde auch in der Bench bleiben.Benchtraining

Während Gara und Isolde im Tierheim nachts ständig durch andere Hunde bedrängt wurden, können sie hier in Ruhe durchschlafen.

Für die Pflegefamilie und auch später für die Endfamilie ist es wichtig, dass durch das Nutzen einer Bench auch die Stubenreinheit der Hunde schnell und fast nebenbei erlernt wird.

Da unter normalen Umständen die Hunde ihre Schlafplätze nicht beschmutzen, kann man einem Hund so wesentlich schneller die Stubenreinheit beibringen. Die Hunde werden morgens aus der Bench gelassen und sofort zu einem bestimmten Platz draußen gebracht, wo sie dann ihr Geschäft erledigen können. Dadurch, dass die Hunde immer an einen bestimmten Platz im Garten gebracht werden, lernen sie an dieselbe Stelle zu gehen und nicht den ganzen Garten als Toilette zu nutzen.

Alleine bleiben und Stubenreinheit problemlos erlernen!Durch den Verbleib in einer Box wird vermieden, dass Hunde eine schlechte Gewohnheit entwickeln, sowie Dinge kaputt beißen oder Türen zerkratzen.

Das Training zeigt Erfolge: Bisher hat keine der beiden Hündinnen ihr Geschäft in der Wohnung erledigt und sie haben auch noch nichts kaputt gemacht! Bei Isolda und Gara ist das Training mittlerweile so weit fortgeschritten, dass beide Hunde die Bench freiwillig und oft zusammen, als willkommenen Rückzugsort nutzen.

Eine Bench darf nie als Strafe benutzt werden! Richtiges Antrainieren der Bench bietet Ihnen und Ihrem Hund enorme Vorteile. Ideal auch für ängstliche und schutzsuchende Hunde.

Sicherheit für Hund und KindEine weitere Indikation zum Einsatz der Bench ist das Halten eines aggressiven Hundes oder eines Tieres, das wegen seines Alters, Unsicherheit oder Schmerz mal schnappen könnte. Nicht immer kann man rund um die Uhr Hunde und Kinder beaufsichtigen. Schnell kann es da einmal zu gefährlichen Situationen kommen, klingelt dann noch das Telefon, schellt der Postbote oder kommt unerwarteter Besuch…, da ist ein vorausgegangenes Benchtraining sehr hilfreich.

Wichtig: ein Hund darf nicht lernen seine Bench zu verteidigen!

Zufriedene Hunde in ihrem RückzugsortSicherlich gibt es viele Menschen, die eine kurzfristige Haltung eines Hundes in einer Gitterbox ablehnen und diese Form der Erziehung als nicht tiergerecht einstufen. Wichtig ist mir zu betonen, dass die Box niemals dazu benutzt werden darf, den Hund einfach wegzusperren.Wichtig sind die richtigen Ausmaße der Box. Nach einem richtigen Training werden Sie sehen, dass ein Hund in erster Linie Sicherheit und Ruhe sucht und einen Großteil des Tages mit Schlafen verbringt. Für einen Hund kann diese Bench der beste Platz auf Erden werden, wo er sich sicher und geschützt fühlt, dennoch alles überblicken kann. Es ist wie eine Höhle in die er sich zurückziehen kann, wenn er müde oder ängstlich ist.

Alleine bleiben und Stubenreinheit problemlos erlernen!Sie haben nun einige Beispiele kurz kennengelernt, wozu man eine Bench nutzen kann. Benutzen Sie nie einfach so eine Gitterbox ohne diese zuvor dem Hund antrainiert zu haben!!! Eine Benchtraining kann in vielen Problemfällen mit Hunden eingesetzt werden. Sie ist sowohl geeignet für Welpen als auch für erwachsene Hunde.

Es ist nicht so, dass die Bench für immer genutzt werden muss. Nach Ablauf eines Trainings, wenn sich bei dem Hund das gewünschte Verhalten gefestigt hat, kann die Bench abgebaut werden. Viele Eigentümer halten jedoch für immer an eine Bench fest und der Hunde auch.

Vielleicht haben Sie ein Problem mit Ihrem Hund und denken jetzt über eine Benchtraining als Lösung nach. Nehmen Sie Kontakt mit mir auf! Ich helfe Ihnen gerne!

Was tun gegen Flöhe und Zecken?

Die Floh- und Zeckensaison hat längst begonnen. Oft werde ich gefragt, welche Antiparasitika denn nun die besseren sind. Der Markt bietet ja mittlerweile eine nahezu unüberschaubare Reihe an Präparaten an. Doch für welchen Hund ist welches Präparat Mittel der Wahl?

Da wären einmal Spot-On-Präparate, kleine Tuben, die den Wirkstoff flüssig enthalten und in der Regel im Nacken des Hundes direkt auf die Haut aufgetragen werden. Je nach Präparat hält die Wirkdauer zwischen 3-6 Wochen, jedoch gegen Zecken und Flöhe mit unterschiedlicher Wirkdauer! Es handelt sich dabei um eine repellierende Wirkung, also eine abschreckende Wirkung. Solange das Fell noch feucht ist, sollte der Hund an dieser Stelle nicht berührt werden, v.a. wichtig, wenn kleine Kinder im Haushalt sind. Auch das Baden in Gewässern sollte in den ersten Tagen nach dem Auftragen unterlassen werden, nicht durch die Wirkdauer wird dadurch beeinträchtigt, für in den Gewässern lebende Tiere ist der Wirkstoff in der Regel giftig. Durch regelmässigen Wasserkontakt wäscht sich der Wirkstoff aus. Spot-On Präparate eignen sich also nicht für Wasserratten J

Auch ist bei einigen Präparaten Vorsicht geboten, wenn Katzen im gleichen Haushalt leben. Zum Beispiel sind Advantix® und Exspot® für Katzen giftig und können sogar tödliche Folgen haben, daher sollte es nur bei Hunden und nicht bei Katzen angewendet werden! Auch der enge Kontakt zwischen Hund und Katze, solange das Fell nach dem Auftragen noch feucht ist, sollte unbedingt vermieden werden.

Halsbänder haben in der Regel eine deutlich längere Wirkdauer und können zum Teil Monate gegen lästige Parasiten schützen. Nach dem Anlegen eines Halsbandes verteilt sich der Wirkstoff in der Regel gleichmäßig in der Haut des Hundes. Viele Halsbänder sind wasserfest, jedoch kann der Wirkstoff schädlich für Fische und andere Wasserbewohner sein. Auch können gerade Kinder beim Kuscheln und Schmusen mit ihrem vierbeinigen Freund immer wieder mit dem Halsband in Berührung kommen. Halsbänder bieten somit zwar einen langen Schutz, eignen sich aber nicht für jedes Mensch-Hund-Team.

Eine Alternative bieten hier Kautabletten. Nach der Einnahme der Kautablette wird der Wirkstoff in den Blutkreislauf aufgenommen. Wird der Hund durch Flöhe oder Zecken gebissen, sind die Parasiten damit dem Wirkstoff ausgesetzt und die Wirkung beginnt innerhalb von einigen Stunden. Kuschelnde Kinder und wasserbegeisterte Hunde profitieren sicherlich von dieser Art und Weise lästigen Parasiten Herr zu werden, allerdings findet immer erst ein Kontakt zwischen Floh/Zecke und Hund statt. Eine repellierende Wirkung liegt nicht vor.

Alle Präparate können gewisse Nebenwirkungen haben und werden gewichts- und größenabhängig ausgewählt. Beipackzettel und abgebende Tierärzte klären aber zu möglichen Risiken und Nebenwirkungen ausreichend auf. Zu beachten ist auch, dass ein Großteil der Spot-On Präparate und Halsbänder nicht nur gegen Flöhe und Zecken wirkt, sondern auch wirksam gegen viele Stechmücken ist. Dies ist v.a. für Reisende mit Hund wichtig und sollte bei der Wahl des richtigen Mittels gerade bei Reisen ins südliche Ausland berücksichtigt werden 😉